Schnauzer für den guten Zweck

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Anfang November ist es wieder so weit:

In den Straßen trifft man auf zahlreiche Männer, die kollektiv ihrem Bartwuchs freien Lauf lassen, um diesem Ende des Monats mit Rasierklingen bewaffnet wieder Einhalt zu gebieten.

Nein, es handelt sich nicht um Männer, die in der Disco-Zeit der wilden 70er stehen geblieben sind, auch nicht um Hipster, die seit Brad Pitt und Johnny Depp sowie Konsorten ihre Liebe zur Gesichtsbehaarung wiederentdeckt haben.

Sie sind weder Holzfäller, noch Teilnehmer des alljährlichen Beard & Moustache Championship, geschweige denn „Magnum“-Fans, die ihrem Hang zur Kultserie mit Tom Selleck Ausdruck verleihen wollen (wobei ich das als Liebhaber der 1980er Jahre natürlich nicht vollständig ausschließen möchte).

Der Grund ist ein ganz Anderer: ein guter Zweck!

Er nennt sich „Movember“ (Neologismus abgeleitet vom französischen bzw. englischen Wort Moustache für Schnurrbart und November).

Aber, was kann man sich darunter vorstellen?

Eine australische Stiftung engagiert sich im Rahmen ihrer Kampagne seit mehr als 10 Jahren für Männergesundheit. Dazu gehört, offen über geschlechterspezifische Krankheiten zu reden (die oft genug im Verborgenen blieben, da Männer meist als Vorsorge-Skeptiker und Gesundheits-Vernachlässiger plakatiert werden), um Aufmerksamkeit zu erregen und damit Spenden für die Prostata- und Hodenkrebs-Forschung zu sammeln. Nachdem Männer Studien zufolge durchschnittlich circa zehn Jahre früher sterben, als ihre bessere weibliche Hälfte, ist dies ein nicht zu unterschätzendes Projekt.

Auf Initiative von unserem Englisch-Dozenten, Native Speaker und überzeugten Vollbart-Träger, hat sich die Movember-Aktion auch in der Hotelfachschule verbreitet, sodass die „Herren der Schöpfung“ im November ihre Gesichtsbehaarung sprießen ließen und Anfang Dezember zum Ende der Aktion hin Hand an den Rasierer legten, den Rauschebart in einen fein-getrimmten Oberlippenbart à la Freddie Mercury, Rudi Völler oder gar Hulk Hogan verwandelten und dementsprechend ihrer (An-)Teilnahme Ausdruck verliehen.

Es kostete durchaus Überwindung, obwohl sich dennoch nicht Jeder überzeugen ließ.

Nachdem aber sogar unsere femininen Mitstreiterinnen uns nicht im Stich gelassen und Solidarität mit einem Moustache gezeigt haben, ist es zumindest uns die Sache wert gewesen. Bedingt durch mangelnde Haare auf den Zähnen und dem eher stockenden Bartwuchs mussten unsere Ladies allerdings auf die Pappvariante ausweichen.

 Die Aufmerksamkeit ließ auch nicht lange auf sich warten, da sich sowohl im Lehrerkollegium, als auch unter der Schülerschaft der Schnauzer der HFS herumgesprochen hat, sodass man im nächsten Jahr womöglich auf zahlreiche weitere „Movember“-Unterstützer für den guten Zweck hoffen darf.

Maurice Then, HFS 2

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