Reise nach Prag – HFS 1 2017/2018

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Trotz den poetischen Worten von Udo Jürgens à la „Ich war noch niemals in New York“, hat sich die Gruppe der angehenden Betriebswirte in Begleitung mit Renate Hennig einem anderen Schlager verschrieben und ist gemäß des Titels „Reise nach Prag“ des ostdeutschen Interpreten Reinhard Lakomy zu einem Städtetrip in das „Herz Europas“ aufgebrochen. Ihre Studienreise führt sie von der Kurstadt Bad Kissingen mit dem Zug via Schweinfurt nach Nürnberg, wo der IC-Bus der Bahn schon gewartet hat, um gen Osten in die Hauptstadt der Tschechischen Republik zu kommen.

Nach intensiver Vorplanung, Organisation und Angebotsvergleichen hat man sich letztendlich für die Stadt der tausend Türme entschieden, eine Destination, die aus touristischer und infrastruktureller Sicht perfekt passt. Ein Paket der Deutschen Bahn stach uns bei Recherchen ins Auge und hat zugleich unser Interesse erregt. Da neben An- und Abreise sowie Unterkunft auch ein umfangreicher, geführter Stadtrundgang in der historischen Altstadt Prags mit inbegriffen war, konnte man nicht „nein“ sagen und war sich schnell bezüglich Buchung einig.

Nach einer 4-stündigen Fahrt im IC-Bus wurden wir am Zielort empfangen und fuhren mit dem Gepäck vom Hauptbahnhof per U-Bahn durch die Stadt zu unseren Gemächern. Zusammen mit unserem persönlichen Guide war es uns anschließend sowohl eine Freude als auch ein Leichtes die Umgebung fußläufig zu erkunden und auf den Spuren Karls IV. über das jahrhundertealte Kopfsteinpflaster der königlich-kaiserlichen Residenzstadt im Heiligen Römischen Reich, ehemaligen Hauptstadt Böhmens und heutigen Hauptstadt Tschechiens in Richtung historischem Zentrum zu wandeln, welches als eines von 12 UNESCO-Welterbestätten des Landes ausgezeichnet ist. Mehr als fünf Millionen Touristen im Jahr können nicht irren (darunter 8 von der Hotelfachschule aus Bad Kissingen) und machen die tschechische Hauptstadt zu einem der 10 beliebtesten Reiseziele Europas. Der Besuch der Nationalgalerie, von unzähligen Sehenswürdigkeiten, des für Tschechien berühmten Image Black Light Theaters, ein unterhaltsamer, stimmungsvoller Abend in der „Jazzrepublic“ den Klängen von Blues und Jazz lauschend, standen ganz oben auf der Agenda.

Die Altstadt ist jedoch nicht nur für ihr umfangreiches kulturelles Angebot und die Sehenswürdigkeiten bekannt, sondern damals wie heute vor allem auch für ihr reges Nachtleben, das Alt und Jung aus Nah und Fern begeistert. Von multikulturellen Restaurants, Lokalen, Pubs, Hospoda und Jazz-Clubs sowie Diskotequen bzw. neudeutsch Clubs ist alles dabei, was das Feierwütigen-Herz begehrt. Den ersten Abend ließen wir im Zeichen der Gastronomie im ESKA ausklingen – einem Restaurant, das vom Guide Michelin für die kulinarische und architektonische Verbindung von Moderne und Tradition ausgezeichnet ist. Ganz ihrer Zunft verpflichtet, konnten die Schüler der Hotelfachschule weitere Eindrücke während einer Besichtigung des „AUGUSTINE – A Luxury Collection Hotel“, das sich hinter den Mauern des seit 2009 umgebauten Augustiner-Klosters befindet, erhaschen. Von Frau Zahradnícková herzlich empfangen und durch das schier endlos scheinende Korridor-Labyrinth der insgesamt 7 zusammenhängenden Gebäude geführt, wurden mit ihr sowohl Zimmertypen, Tagungssäle, Spa-Bereich, Keller sowie ehemalige Räumlichkeiten der Klosterbrauerei, des Refektoriums als auch des idyllischen Innenhofs beäugt. Anlässlich unserer Tour konnten wir uns mit einem aus Deutschland importierten Geschenk bei der Learning & Development Managerin des AUGUSTINE für den Aufwand, die erbrachte Zeit und die großartige Führung bedanken und hierbei gleichzeitig Fränkische Geschmackseindrücke annoncieren: Jana konnte sich auf einen edlen Tropfen Frankenweins 2015er Escherndorfer Lump Silvaner-Beerenauslesedes mehrfach ausgezeichneten Weingutes Horst Sauer freuen. Das Präsent wurde des weiteren vervollständigt mit einem Fläschchen Stougamer Pils(ähnlich des tschechischen Nationalgetränks) der kleinen privaten „Braurerei Mainstockheim“, die mit individuell kreierten Rezepturen klassiche Brautradition aufleben lässt und diese mit Kreativität kombiniert.

Sicherlich wird das für den oder die Ein oder Andere trotz der sengenden Hitze nicht der letzte Besuch in Prag gewesen sein, da vor allem das Moldau-Ufer mit den von Bäumen gesäumten Parks perfekte Erholung an derartigen Tagen bietet. 

Am Mittwoch-Morgen nach kurzer Nacht um kurz vor halb Zehn kehrten wir der Metropole an der Moldau bedauerlicherweise schon den Rücken, machten uns im IC-Bus der Deutschen Bahn auf den Heimweg Richtung Franken und verabschiedeten uns vom Herzen Europas auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen, um sich zweier Zitate zu bedienen, mit den Worten: „Guten Tag, Prag“ – „Gold’ne Stadt, die mein Herz verzaubert hat“!

Maurice Then – HFS 1

Hinter den Kulissen der Firma SKF

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Wo auch immer auf der Welt sich in Windkraftanlagen, Eisenbahnen, Druck-, Bau- oder Werkzeugmaschinen, Elektromotoren und Generatoren, Zwei- oder Vierräder, Haushaltsgeräte oder in der Luftfahrt etwas bewegt – unabhängig, ob rotative, oszillierende oder lineare Bewegungen – ist SKF oftmals mit Hightech-Lösungen versteckt, ein Unternehmen, welches man hinter alldem nicht vermuten würde.

Am Mittwoch, den 25ten April 2018, war es dann so weit. Für die Klasse 1 der Staatlichen Hotelfachschule Bad Kissingen fand die Besichtigung, die im Unterrichtsfach Berufs- und Arbeitspädagogik geplant worden war, bei SKF in Schweinfurt statt.

Herr Jürgen Stürzenberger, Ausbildungsleiter empfing die HFS 1 und deren Lehrerinnen Frau Uschi Delißen und Frau Katja Breunig gegen 14 Uhr vor den Toren der Werkstätten des SKF´s.

Bevor die eigentliche Führung durch die einzelnen Werkhallen begann, stellte uns Herr Stürzenberger die Entwicklung des Unternehmens, Aufgabenbereiche sowie unternehmensinterne Abläufe vor.

Svenska Kullagerfabriken, kurz „SKF“, mit Sitz in Göteborg - Schweden - ist seit 1906 ein weltweit führender Technologieanbieter in den verschiedensten Marktsektoren mit derzeit ca. 48.500 Mitarbeitern weltweit – davon allein 4.000 in Schweinfurt-, deren aktueller Schwerpunkt der technologischen Entwicklung in der Verbesserung der Umweltverträglichkeit, während des gesamten Produktlebenszyklus, von der Fertigung bis zur Entsorgung liegt.

SKF bildet innerhalb ihrer Ausbildungscenter an zehn verschiedenen Standorten innerhalb Deutschland aus. Die zu erlernenden Berufe lassen sich in drei verschiedene Bereiche unterteilen.

Die gewerbliche Ausbildung, die kaufmännische Ausbildung und die Ausbildung im dualen Studium. Derzeit befinden sich ca. 70 Auszubildende auf dem Weg ins Berufsleben.

Ein wichtiger Bestandteil bei SKF ist individuelle Weiterbildung. SKF geht davon aus, dass jeder seinen Schlüssel zur persönlichen Weiterentwicklung selbst in Händen hält. Wozu dieser Schlüssel passt? Zu einer Vielzahl von Tools und Programmen, die bei SKF bereitgestellt werden. Kurzum: Wer Eigeninitiative zeigt, dem eröffnen sich die spannendsten Karrierewege. Auf Basis eines individuellen Entwicklungsplans bieten sie jedem Mitarbeiter zielgerichtet eine große Vielfalt an zukunftsorientierten Qualifizierungs-, Weiterentwicklungs- und Fortbildungsmöglichkeiten – sowohl auf lokaler als auch globaler Ebene. Dazu steht eine breite Palette an Qualifizierungsmaßnahmen (Seminare, E-Learning-Systeme oder Projektarbeiten) zur Verfügung.

Auf globaler Ebene agiert das SKF-College. Dabei handelt es sich um ein weltweites Netzwerk von Fortbildungszentren, deren Angebote allen SKF-Mitarbeitern offenstehen und ein buntes Portfolio aus den Bereichen der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz abdecken. Dabei ist jeder Kurs so aufgebaut, dass er die persönliche Entwicklung fördert und gleichzeitig einen messbaren Einfluss auf die Geschäfte hat.

Besonders stolz ist SKF auf QualiTeFa (Qualifizierung für technische Fachkräfte) – ein Programm zur Entwicklung gewerblicher Mitarbeiter. Dabei erwerben die Teilnehmer im Rahmen eines mehrmonatigen Brückenlehrgangs Kompetenzen rund um Mathematik, Physik, Englisch, Selbstmanagement und Präsentationstechniken. Die Kurse bilden die Möglichkeit, sich auf akademischem Niveau weiterzubilden und sich zu einer gefragten, vielseitig einsetzbaren Fach- und Führungskraft zu entwickeln.

Kurzum: Es gibt fast nichts, was es nicht gibt – wenn es zur Leistungssteigerung des Einzelnen und des Unternehmens beiträgt, welches SKF zu einem lukrativen und arbeitnehmerfreundlichen Unternehmen werden lässt.

So endete mit vielen neuen Eindrücken nach einer herzlichen Verabschiedung ein äußerst interessanter Tag für die angehenden Betriebswirte aus Bad Kissingen.

Tobias Pekarek, HFS1

Hier steht Regionalität an erster Stelle – Das Haus der schwarzen Berge

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Das Biosphärenzentrum „Haus der Schwarzen Berge“ in Oberbach war am Donnerstag, den 26.04.2018, ein Ausflugsziel für die angehenden Hotelbetriebswirte der Hotelfachschule Bad Kissingen. 

Herr Thorn Plöger, Geschäftsführer der Rhön GmbH, empfing die HFS 1 und deren Lehrerin Frau Uschi Delißen. Bereits zuvor hatten sich die angehenden Betriebswirte Gedanken über die neuen Wege der Gastronomie gemacht. 

Doch bevor es in die Diskussionsrunde ging, brachte Herr Plöger der Klasse die Entwicklung, die Aufgaben, sowie die Ziele der Rhön GmbH -  Gesellschaft für Tourismus und Markenmanagement, näher. 

Gegründet wurde das Unternehmen im Februar 2017 durch Auflösung und Fusionierung der Vorgängerunternehmen aus der Dreiländerregion, um die Kompetenzen aus Bayern, Hessen und Thüringen zu bündeln. Eine der Hauptaufgaben besteht darin, den Tourismus in der Region Rhön zu fördern. Dem Team ist es dabei ein großes Anliegen, die regional hergestellten Produkte zu vermarkten und Partnerbetriebe, die diese in traditioneller Weise herstellen, auszuzeichnen.

Im Rhön – Café mit Rhönladen haben die Gäste die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck über eine Auswahl der vielfältigen und regionalen Produktpalette zu verschaffen. Auch die Klasse der Hotelfachschule nahm das Angebot an und genossen ein leckeres Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee. 

Mit dem Veranstaltungsprojekt ,,So schmeckt es in der Rhön“ unterstützt die Dachmarke Rhön die Ausbildung junger Menschen in der Gastronomie. Köche und Köchinnen, sowie Hotel- und Restaurantfachleute des zweiten und dritten Lehrjahres können so ihr Talent unter Beweis stellen. 2019 wird dieser Wettbewerb an der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen stattfinden. Die motivierten Auszubildenden sollen an den bewussten Umgang mit regionalen Produkten herangeführt werden.

Ein weiteres großes Projekt ist bereits in Arbeit. Es soll ein kleines gemütliches Restaurant im Hütten-Flair entstehen, um einen authentischen Anlaufpunkt auf der Hüttentour sowohl für Reisende, Wanderer, als auch Fahrradfahrer zu schaffen.

Und dies ist auch der Anreiz für die Gruppendiskussion gewesen.  Was macht die Rhön und die dort ansässigen Tourismusbetriebe attraktiv?

Wer als Chef mit einem guten Beispiel vorangeht, hat die zufriedensten Mitarbeiter. Dies ist das Motto von Herrn Plöger und seiner Stellvertreterin Jennifer Rother. Die Gastgeber eines Restaurants sind das Aushängeschild der Region Rhön. Nur wenn dort die Servicequalität stimmt, wird die Tourismusbranche erfolgreich sein.  Durch einige ,,verrückten Ideen“, wie es Herr Plöger nennt, ist ihm dies bereits gelungen. Seine Mitarbeiter haben Mitspracherecht in fast allen Angelegenheiten und bekommen das vollste Vertrauen ihres Chefs entgegen gebracht . 

Nach dem Umbau des Biosphärenzentrums soll eine technisch, gut ausgestattete Anlage Oberbach bereichern. Hierbei wird sehr viel Wert auf Barrierefreiheit – nicht nur für körperlich Eingeschränkte, sondern auch für Sehbehinderte -  gelegt. Jedem Gast soll ein uneingeschränkter Zugang gewährt werden. 

Herr Plöger untermalte das Gespräch mit lebhaften Beispielen und witzigen Erfahrungen. Mit großem Eifer und Interesse waren die angehenden Betriebswirte dabei und konnten sehr viele gute Ideen, Vorschläge und Anhaltspunkte für eine spätere Tätigkeit in Führungspositionen oder in der Selbstständigkeit mitnehmen. 

Jasmin Walter, HFS 1

 

Great Place to work!

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Einen kleinen Einblick hinter das Ausbildungskonzept der Heiligenfeld Kliniken erhielten die Schüler des ersten Jahrgangs der Fachschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe Bad Kissingen zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Katja Breunig am 28.Februar 2018. Das Treffen fand im Rahmen des Berufs- und Arbeitspädagogik-Unterrichts statt. Hierfür ist es besonders wichtig und interessant verschiedene Konzepte der Ausbildung kennen zu lernen. Das Unternehmen Heiligenfeld ist eine innovative und werteorientierte Klinikgruppe mit Hauptsitz in Bad Kissingen. Insgesamt sind es acht Kliniken an fünf Standorten mit ca. 1.000 Mitarbeitern.
Im Verwaltungsgebäude Heiligenfeld trafen die angehenden Betriebswirte auf die Bereichsleitung Service, Frau Gerda Kornmann, auf die Ausbildungsbeauftragte Frau Simone Sell und auf Herrn Michael Moritz, Mitarbeiter des Personalmanagements und ehemaliger Schüler der Hotelfachschule Bad Kissingen, sowie auf zwei Hotelfachauszubildende. Zuerst wurde den Schülern/innen eine Unternehmens-präsentation der Heiligenfeld Kliniken vorgestellt, Frau Simone Sell ging dabei genauer auf den Ablauf der Ausbildung und auf das komplette Ausbildungs-management ein. Im Anschluss fand dann eine Hausführung zusammen mit Frau Kornmann und Frau Sell statt.
Heiligenfeld bildet an den Standorten Bad Kissingen und Waldmünchen Auszubildende aus. Außerdem besteht auch die Möglichkeit ein "Duales BWL Studium im Bereich Gesundheitsmanagement" in Bad Kissingen zu absolvieren. Derzeit befinden sich insgesamt 60 Auszubildende in der Ausbildung. Der Bereich der Hotelfachauszubildenden besteht zum einen aus den klassischen Abteilungen, wie Service, Küche, Patientenmanagement und Etage, die im Ausbildungsplan fest vorgeschrieben sind, als auch aus den Abteilungen Aufnahmemanagement und Marketing. Heiligenfeld legt bei der Ausbildung besonderen Wert darauf, dass sich die Auszubildenden von Anfang an fachlich und persönlich gut entwickeln können. Dies zeigt sich zum einen dadurch, dass jede/r Auszubildende einen Paten und einen Mentoren zur Seite gestellt bekommt. Der Pate und vor allem der Mentor unterstützt die Auszubildenden während des ganzen Ausbildungsweges in der Ausbildungsorientierung sowie in der persönlichen Entwicklung. Die Ausbildung beginnt zum 01. August mit einem Welcome-Tag, jedoch werden die neuen Auszubildenden weit vorher schon mit einem Patentreffen und weiteren Informationen in die Gemeinschaft integriert.
Das Azubimeeting ist ein wesentlicher Lernort für Reflexion der eigenen Rolle während der Ausbildung. Fragestellungen aus dem Ausbildungsalltag – organisatorische und persönliche - werden mit anderen Azubis vertraulich und lösungsorientiert und gegenseitig unterstützend thematisiert. Außerdem findet jährlich ein Azubitag statt, dieser ist wichtig für das gegenseitige Kennenlernen und um die neuen Auszubildenden zu integrieren.
Um Problemen untereinander vorzubeugen bzw. zu besprechen findet unabhängig von den regelmäßigen Mentoren-Treffen ebenfalls jährlich eine Supervision für jeden Azubi statt. Dieser spricht mit den Auszubildenden über Ihre Erfahrungen und Sorgen und persönliche Entwicklungsfelder.
Am Selbstmanagement mit weiteren Unternehmen beteiligt und fördert Heiligenfeld eine Modulreihe, die aus zwölf Teilen besteht. Man lernt dabei von unterschiedlichen Referenten wie man z.B. mit seinen Finanzen oder mit Stress umgeht. Dieses Selbstmanagement wurde speziell für Auszubildende entwickelt und mit dem deutschen Bildungspreis Kategorie Innovationspreis 2014 ausgezeichnet.
Das Vorurteil, dass die Ausbildung im à la carte Bereich in einer Klinik fehlen würde, ist auch Geschichte. Heiligenfeld hat inzwischen ein eigenes à la carte System, sowie eine Vinothek in Bad Kissingen. Beide Bereiche müssen von den Auszubildenden im Hotelfach durchlaufen werden.
Die Heiligenfeld Kliniken zeigten also anhand einiger Beispiele aus einem umfangreichen Ausbildungskonzept, dass es auch in der Gastronomie möglich ist, Rücksicht auf die Auszubildenden zu nehmen und Auszubildende eine wertvolle Berufsgruppe sind. Nicht umsonst haben sie dafür 2017 eine Auszeichnung für „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ in der Kategorie Krankenhäuser und Kliniken bekommen sowie den 1. Platz als „Beste Arbeitgeber Deutschlands“ – Kategorie Kliniken.

(Frau Kristin Hartfiel, Frau Simone Sell – Heiligenfeld Kliniken)

 

Auf den Schimmelpilz gekommen

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An Dienstagvormittag, den 23. Januar 2018, sah man kurz vor der Pause die Hotelfachschüler des ersten Jahrganges durch das Schulgebäude flitzen, wie sie von diversen Gegenständen z.B. von den Stehtischen in der Aula, den Türgriffen der Damen-  und Herrentoiletten (auch von der Lehrertoilette), Klassenzimmertischen und vielem mehr, Abklatschproben nahmen. Sinn und Zweck dieser Maßnahme war es, die Keimbelastung verschiedener Oberflächen festzustellen. Die Abklatschplatten wurden vom Institut Dr. Nuss GmbH & Co. KG aus Bad Kissingen freundlicherweise zur Verfügung gestellt, damit die angehenden Hotelbetriebswirte einen tieferen Einblick in das Leben der Mikroorganismen und deren Vermehrung bekommen konnten.

Der Unterrichtsgang eine Woche später am 30. Januar 2018 mit der Lehrerin Frau Uschi Delißen zum Institut brachte nun endlich die herbeigesehnte (und teils auch gefürchtete) Auswertung, die den Schülern sowohl die Sprache verschlug als auch ein leichtes Entsetzen in deren Gesichtern hervorrief. Frau Dr. Katharina Engelken, Laborleiterin für den Bereich Mikroorganismen und Hygiene, war es, die ausgewerteten Ergebnisse verkündete.

Die Abklatschplatten sind mit einem gelartigen - Bakterien liebenden - Agar-Nährboden befüllt. Nachdem dieser Boden auf die zu testende Oberfläche gedrückt wird, wird die Probe verschlossen und 48 Stunden bei 30°C bebrütet. Aus kleinen Keimen bilden sich innerhalb dieser Zeit verschieden aussehende Kolonien (rote, weiße, gelbe Punkte, flach oder gewölbt, klar abgegrenzt oder mit flauschiger Oberfläche). Diese kann man mit bloßem Auge erkennen und so Rückschlüsse auf die Keimbelastung der Probe nehmen.  Die von Frau Engelken ermittelte Analyse der Proben aus dem Berufsschulhaus ergab eine erstaunliche Gemeinsamkeit: Schimmelpilzsporen – fast überall und gar nicht mal so wenige! „Dafür gebe es verschiedene Gründe, Hydrokulturen seien beispielsweise extreme Schimmelpilzlieferanten!“, so die Laborleiterin. Der Schimmelpilz kann gesundheitsgefährdend sein, muss es aber nicht. Wichtigstes Hilfsmittels im Kampf gegen den Befall mit Schimmelpilzen ist gutes Heizen und ausreichendes Lüften!!!

Danach lud Frau Dr. Engelken zu einer Führung durch das Labor ein und erläuterte dabei weitere Verfahrensweisen zum Nachweis von Mikroorgansimen, unter anderem auch in Trinkwasser. Im Anschluss ging es mit den neu erworbenen Informationen zurück in die Schule. Für eine Kontrolluntersuchung gab Frau Engelken den Hotelfachschülern noch einmal spezielle Abklatschplatten für Schimmelbefall mit, die bei einer Nachanalyse keine auffälligen Ergebnisse hervorbrachten.  

Ob Bakterie, Schimmelpilz oder Virus, ist egal. Sie alle sind mit bloßem Auge nicht sichtbar, deswegen ist gute Hygiene unverzichtbar und somit das Wichtigste in allen Bereichen. Die Devise lautet: Lieber einmal mehr Hände waschen, sicher ist sicher!

Lisa Jonas – HFS 1

Franken - Wein.Schöner.Land! – Fränkisches Weinsymposium

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Franken: ein wunderschönes Fleckchen Erde inmitten Deutschlands ist im Bundesgebiet durchaus wohl bekannt als sowohl eines der 13 Weinanbaugebiete als auch als Genussregion ... und nicht erst seitdem zwei Kölner Moderatoren ihren Franken-Schoppen in Würzburg an der alten Mainbrücke über der „Würz“ genossen haben und sich dieser Faux-pas in den Medien verbreitet hat.

Dies mag daran liegen, dass der Weinbau hier eine lange Tradition hat und die Tradition gehegt und gepflegt wird. Jedes Jahr ziehen die Winzergemeinden in der Region zahlreiche Gäste aus Nah und Fern – genauer gesagt 24 Millionen Besucher im vergangenen Rekord-Geschäftsjahr - an den Main, ins liebliche Taubertal, in den Steigerwald und in den Spessart.

Nicht nur gegenwärtige Genießer und Touristen, sondern bereits der ehrwürdige Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe wusste das Frankenland und seinen „Ambrosia“ zu schätzen: „ ... denn kein anderer Wein will mir schmecken und ich bin verdrießlich, wenn mir mein gewohnter Lieblingstrank abgeht.“

Und Iphofen – ebenfalls ein wunderschönes Fleckchen Erde inmitten zahlreicher Weinberge und an diesem kalten Januarmorgen im Schatten des Schwanbergs gelegen – hat am 29. Januar in grauer Morgenstund’ nun schon in alter Sitte zum alljährlichen Weinsymposium geladen. Seit 2005 präsentiert die „Weinstadt mit Kultur“ in Kooperation mit dem Tourismusverband Franken, der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau sowie dem Weinbauverband Franken und der Frankenwein-Frankenland GmbH die Veranstaltung „Franken – Wein.Schöner.Land!“. Hierbei werden u. a. engagierte Winzer, Gastronomen und Vordenker, die sich um den Tourismus und den Weinbau verdient machen, in den Kategorien „Gästeführer Weinerlebnis Franken“, „Vinotheken“, „Feines aus Weinfranken“, „Weinbars & Weinbistros“, „Gasthäuser & Weinstuben“, „Zu Gast beim Winzer“ sowie „Winzer und Weingüter“ geehrt und die neuen Mitglieder, die sich einer kritischen Prüfung unterziehen mussten, in den Reihen der roten Weinbibel Frankens willkommen geheißen. Denn das ist das, was alle vereint: die Liebe zur Heimat, die Liebe zum Wein und die Gastfreundschaft.

Durch das Weintourismus-Symposium und den interessanten Vorträgen, zu dem sich die Tourismus- und Wein-Fachwelt trifft, werden maßgebliche Akzente und Anregungen sowie innovative Ideen für die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunft des Weinbaus und der Hotellerie/Gastronomie in der Region gesetzt, um den überwiegend ländlich-, agrikulturell- geprägten und teils strukturschwachen Raum besser zu vermarkten.

Ein Vordenker hierbei ist der Tourismusverband Franken, der bereits vor Jahren den Stellenwert der Zusammenarbeit und Digitalisierung erkannt und die diesjährige Veranstaltung unter dieses Motto gestellt hat, denn „‚Franken – Wein.Schöner.Land!’ ist das Best Practice für die Vernetzung unterschiedlicher Branchen“, so Olaf Seifert - der scheidende Geschäftsführer des Tourismusverbands Franken, der dieses Jahr nach jahrelangem Engagement im Zeichen der Gastlichkeit in den wohlverdienten Ruhestand geht und mit dem Weintourismusehrenpreis ausgezeichnet wurde.

Preisträger des diesjährigen Weintourismuspreises ist der 120 Mann-starke Förderverein Mainschleifenbahn e.V., welcher sich durch unermüdlichen Einsatz mit mehr als 1500 ehrenamtlichen Arbeitsstunden jährlich für den Erhalt der 50 Jahre alten rotweinfarbenen Schienenbusse einsetzt und zwischen Volkach/Astheim und Seligenstadt bei Würzburg durch eine nostalgische Eisenbahnfahrt Einheimischen und Touristen reizvolle Einblicke in die Landschaft der Mainschleife entlang der Reben bietet.

Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis geben neue Impulse, wobei neben alternativen Vermarktungsoptionen, Erwartungen und Aussichten auch Plattformen sowie Zukunfts-Spielereien (welche gar nicht so weit in der Zukunft liegen, sondern bereits im Heute angekommen sind) auf der Agenda standen, um neue Sichtweisen der Anbieter zu ermöglichen und das Produkt bzw. die Dienstleistung zukünftig besser an die Frau bzw. an den Mann zu bringen:

 

Genuss 4.0 – Von smartem Genuss, begehbaren Kochbüchern und der Suche nach dem EchtenInes Melzer | Senior Director GfK (Nürnberg)

„eTourism – Digitalisierung im Tourismus“

Stefan Möhler | Geschäftsführer netzvitamine GmbH (Hamburg)

Vom „Gartenfräulein“ und „Tellerschubser“ - Was machen und bewirken Blogs?
Silvia Appel (Gartenfräulein) und Harald Scholl (Tellerschubser)

Was bringen Online-Buchungsportale?
- Eine Gesprächsrunde mit Gastgebern Linda Hassold, Heike Braun, Kerstin Büttner, Herbert Schuler unter Moderation von Olaf Seifert

360°-Filme und Virtual Reality- Praxistaugliches Marketing-Instrument oder Zukunftsmusik? Bernhard Lingg | Silberstern GmbH

Maurice Then – HFS1 29.01.18 

Hinter den Mauern des Klosters Maria Bildhausen

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Am Mittwoch, den 18.10.2017, öffnete das Kloster Maria Bildhausen für die Klasse der Staatlichen Hotelfachschule Bad Kissingen seine Türen. Das Kloster ist eine kleine, bei Münnerstadt gelegene Anlage, welche behinderten Menschen seit 1983 die Chance zur Integration in die Arbeitswelt bietet. Neben den Arbeitsmöglichkeiten besteht ein großes Wohnheimangebot. Seit dem Jahr 1999 werden die stationären Angebote durch die ambulanten Angebote der offenen Behindertenarbeit für den Landkreis Bad Kissingen ergänzt. 2005 stößt auch der Landkreis Rhön-Grabfeld dazu. In Münnerstadt eröffnete 2009 eine Teilwerkstatt mit einer Tagesförderstätte für Menschen mit Autismus in Aschaffenburg.

In der Großküche trafen die angehenden Betriebswirte, sowie Frau Uschi Delißen und Frau Katja Breunig, auf den Küchenchef Herrn Peter Friedenson. Er veranschaulichte uns den Ablauf der Verpflegung für die behinderten Bewohner und gab der HFS anschließend eine kleine Führung durch seinen Arbeitsplatz. Die Küche ist in den reinen und unreinen Bereich aufgeteilt. Im unreinen Bereich befinden sich die Anlieferung, sowie die verschiedenen Lagerräume. Die Fisch- und Fleischabteilung, der Nudelbereich und die Gemüseküche zählen zum reinen Bereich. Fünf Voll- und zwei Teilzeitkräfte kümmern sich um die Versorgung von rund 390 körperlich und geistig eingeschränkten Menschen. Darunter wohnen ca. 150 im Kloster und 120 werden täglich mit den Fahrdiensten transportiert. Das BRK Alten- und Pflegeheim in Bad Neustadt wird ebenfalls mit ca. 120 Mittag- und Abendessen beliefert. Aktuell wird neben der eigentlichen Verpflegung auch noch Christstollen gebacken, welcher auf dem Weihnachtsmarkt verkauft wird. Anschließend kehrten die Schülerinnen und Schüler in den Klostergasthof ein. Herr Sören Banz, stellvertretender Küchenchef der Gaststube, nahm sich die Zeit und brachte der Hotelfachschule die Entstehung bzw. Geschichte des Gasthofs näher. Die Behinderten leisten dort beachtenswerte Arbeit. Wochenendschichten gehören hier zum Alltag. Leider ist dies auch dem Personalmangel zuzuschreiben. Herr Banz wünscht sich gerne mehr Personal und somit eine Entlastung für seine Angestellten. Als Ausgleich gönnen sich alle gemeinsam einen Urlaub vom ersparten Trinkgeld. Bei dem sonnigen Wetter bot es sich an, bei einem kleinen Rundgang die Anlage zu erkunden. Die angehenden Betriebswirte bekamen einen Einblick in einige Gästezimmer von insgesamt neun Einzel- und neun Doppelzimmern, zu denen auch die ehemaligen Schwesternzimmer gehören. Für Hochzeitsfeiern oder Geburtstage stehen die Abtstube, sowie die voll ausgestattete Bierscheune zur Verfügung. Bei gutem Wetter kann ebenfalls ein Biergarten bestuhlt werden. Für Firmenveranstaltungen sind Tagungsräume vorhanden. Die Kaffeepause wird ebenfalls vom Team des Klostergasthofs durchgeführt. Nach all den Eindrücken gönnte sich die Klasse eine kleine Mahlzeit in der gemütlichen Gaststube. Bei der Speisekarte war die Auswahl nicht einfach. Am Ende fiel die Entscheidung auf Käsespätzle, diverse Flammkuchen und auf das Abtschnitzel. Als Dankeschön überreichte die Klassensprecherin Lisa Jonas Herrn Friedenson und Herrn Banz eine Flasche Wein.

(Jasmin Walter HFS 1)

 

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