Was ist Heimat? – ein Tribut an die schönste Region der Welt

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Ist der Parkplatz der Seestraße 11 wochenends vielmehr leer gefegt, so sind an dem herrlichen Samstagabend des 30. März mehr als 120 Gäste sind dem Ruf „M@in Franken – Ein Tribut an die schönste Region der Welt“ in die Eventhalle der Hotelfachschule nach Bad Kissingen gefolgt. Aber was ist Heimat eigentlich? Sowohl Uschi Delißen, als auch Kurt Tucholsky vor mehr als 90 Jahren haben sich der Frage gestellt. Mit dem Superlativ „schönste Region der Welt“ ist zumindest von den Studierenden eine zufriedenstellende Antwort gefunden worden. Es gibt 1.000 Gründe, weshalb wir unsere Heimat lieben: darunter viele einzelne Facetten, die Teil eines geschliffenen Brillanten sind und unsere Region erst vervollständigen. Auch wenn Udo Jürgens Schlager „Ich war noch niemals in New York“ Fernweh versprühen lässt, so muss man sich doch fragen, warum in die Weite schweifen, wenn das Schöne so nah ist. Wirft man einen Blick in die Runde, über die festlich rot-weiß gedeckten Tische, so fällt zugleich die Panoramaansicht verschiedenster Fränkischer Impressionen ringsum auf. All diese Fotografien, lassen sprichwörtliche Reiselust in die Heimat aufflammen, die Agenda noch viel mehr erhoffen. Und so kann man einen ganz guten Eindruck erhaschen, von dem, was man allgemein unter Tradition versteht. Was für die Oberbayern der Schuhplattler, das ist für Viele Franken beispielsweise der Volkstanz, wie Schlamperer und Gärchle. Ohne diesen stimmungsvollen, authentischen Einblick des Gochsheimer Volkstanzvereins, wäre dieser Abend nicht so richtig fränkisch gewesen. Zuvor wurde allerdings der Abend ganz authentisch mit dem Kreuzberglied eröffnet, um gleich zu Beginn einen Gruß an die Heimat zu senden. Dank den „Hollschter Musikanten“ und einem abendfüllenden Programm von moderner Volksmusik über Show & Stimmung bis hin zu Oldies und Schlagern wird die Szenerie mit guter Laune komplettiert. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf kulinarischen Aspekten. So wurden auch ganz im Geiste des heutigen Mottos traditionelle gastronomische Schwerpunkte modern interpretiert.

Mit dem einfalls- und abwechslungsreichen Menü, welches speziell für diesen Abend von Markus Bötz in Kooperation mit der Catering-Gruppe „DelikatEssen“ der Hotelfachschule zusammengestellt wurde, haben sich auch die Berufsschüler im 1. Lehrjahr selbst übertroffen und konnten hierbei gleich brillieren. Es waren schließlich auch wunderbare Erfahrungsschätze, die ihnen nicht nur für die Abschlussprüfung weiterhelfen: „Wir lernen schließlich nicht für die Schule, sondern für’s Leben“. So hat es auch die 12. Klasse der Hotel- und Restaurantfachleute gesehen, die für den Getränkeservice zuständig war und an ihrem freien Wochenende hoch motiviert trotz Prüfungsvorbereitungen, dem zweiten Jahrgang der Hotelfachschule zur Seite gestanden war. Ohne deren Hilfe hätte diese Veranstaltung in besagten Ausmaßen wohl so nicht stattfinden können.

Zu den Speisen wurden selbstverständlich heimattreu Rhön-Sprudel-Mineralwässer, -Fruchtsäfte, Kreuzberg-Bier und Fränkische Weine gereicht. Franken ist schließlich Heimat des Silvaners – sodass der Fränkische Weinbauverband die Veranstaltung als einer der Hauptsponsoren beehrt hat. So hat Carolin Meyer in ihrer kurzen Amtszeit als frischgekrönte Fränkische Weinkönigin bereits erkannt, dass unsere Wein-Heimat besonders schön sei, was u. a. an der Genusskultur, den kulinarischen Highlights und vor allem an den leidenschaftlichen Erzeugern und Beratern, die für ihren Beruf, ihre Heimat und selbstverständlich auch für den Wein brennen, liegt. An diesem Abend treffe Theorie auf Praxis und es zeige sich wieder einmal, dass die jungen Hotelfachschüler „ihr Handwerkszeug“ beeindruckend umsetzen können, so Weinbaupräsident Steinmann. Glück nur, dass wir in Franken beides – Bier und Wein – im Überfluss besitzen und mit den Früchten sowohl aus Wein- als auch Bierfranken glänzen, was Kerstin Friedrich als Bierprinzessin und Botschafterin für die lange Tradition des Brauhandwerks in jedem Falle unterschreiben würde. Abschließend war Zeit, einen weiteren Tropfen Heimat von Franziska Bischof zu kosten, die als Brennerin für ihre Destillate weit über die Grenzen ihrer Rhöner Heimat bekannt ist. Sie lebt und liebt die Brennkunst, was man bei jedem Schluck des Digestifs spürt.

Da ein solches Event nicht ohne Spuren vorbeizieht, muss man immer Schatten und Licht betrachten, sodass „viele Frösche geküsst werden müssen, bis eine Prinzessin kommt“: Viel Aufwand und Risiken mussten eingegangen werden, um die Veranstaltung zu einem Erfolg zu führen. Ein halbes Jahr an Planung ging voraus; von der Ideenfindung, und was nicht sonst noch alles dazugehört, bis zu dem Zeitpunkt, dass jeder schöne Abend einmal zu Ende geht. So viel Vorbereitung wie in einem Event steckt, fast so viel Arbeit steckt in der Nachbereitung. Hierzu gehört aber nicht nur das obligatorische Aufräumen danach. Davon bekommen die meisten Außenstehenden jedoch nichts mehr mit. Viele, die den Weg auf sich nahmen, um herauszufinden was hinter dem Titel „M@in Franken - Ein Tribut an die schönste Region der Welt“ steckt, haben etwas über ihre Heimat gelernt, gute Unterhaltung, Speis‘ und Trank genossen, neue Blickwinkel erfahren und die Verbundenheit zur selbigen gestärkt. – ein gelungener Abend, worauf nicht nur die angehenden Hotelbetriebswirtinnen und Hotelbetriebswirte stolz sein können, ein solches Event aus dem Boden gestampft zu haben.

Maurice Then (HFS 2 - 2018/2019)

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