Am Donnerstag, den 08. März 2018 unternahm die Berufsintegrationsvorklasse BIK-VA der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen zusammen mit den Lehrerinnen Chris Scheidig und Uschi Delißen einen interessanten Ausflug zum Museum „Obere Saline“ in Bad Kissingen.

Von der Staatlichen Berufsschule ging es zunächst in den Kurpark der Stadt, wo die Schüler den Geschmack der Max-Quelle testen durften. „Ziemlich salzig und bitter – und das soll gesund sein?“, so die übereinstimmende Aussage. Die unterirdischen Salzquellen der Stadt wurden schon vor 1200 Jahren entdeckt. Mit Hilfe einer Solehebepumpe wurde das Salzwasser an die Oberfläche befördert und anschließend der Salzgehalt der Lösung in einem Gradierbau angereichert. Das restliche Wasser wurde verdampft und so hatte man das Salz, das zunächst als sehr begehrtes Konservierungs- und Gewürzmittel eingesetzt wurde.
Erst vor ca. 450 Jahren entdeckte ein Arzt, dass das Salzwasser auch heilende Wirkung hat und im Jahr 1883 bekam die Stadt Kissingen den Zusatz „Bad“ verliehen und wurde dadurch zur Kurstadt ernannt. Viele Berühmtheiten besuchten die Kurstadt, darunter auch Otto von Bismarck, Gründer und erster Kanzler des deutschen Kaiserreichs.

Auf dem Fußweg vom Kurpark zum Museum „Obere Saline“ konnte die Klasse die Solehebepumpe, den Gradierbau und das Bismarck-Denkmal ansehen.

Im Museum begrüßte Frau Hilla Schütze, eine Ehrenbürgerin der Stadt Bad Kissingen, die jungen Menschen. Zunächst besuchten wir die Struwwelpeter-Ausstellung. Der Struwwelpeter ist ein Kinderbuch, das in sehr viele verschiedene Sprachen übersetzt wurde. 1844 hatte es der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann für seinen dreijährigen Sohn geschrieben. Das Buch gefiel vielen Menschen, sodass es auch gedruckt wurde. Die Ausstellung zeigte das Struwwelpeter-Buch in verschiedenen Sprachen und Ausführungen.

Anschließend führte uns Frau Hilla Schütze noch in die Wohnung Bismarcks, der während seiner Kuraufenthalte dort auch gearbeitet hatte. Das sehr große Bett und die interessante Personenwaage beeindruckten die Schüler sehr.

Im Dachgeschoss des Museums zeigte uns Frau Hilla Schütze ihre großartige Sammlung von Spielzeug aus der Rhön und aller Welt. Einen Bus aus Bambusrohr, den ein afrikanischer Junge gebaut hatte, war einer ihrer besonderen Schätze. In einer Vitrine war ein Quartett-Kartenspiel zu sehen, das die Großmutter von Frau Hilla Schütze selbst gemalt und geschrieben hatte. Dazu erzählte Frau Schütze, dass in ihrer Kindheit Krieg in Deutschland gewesen sei, ihre Eltern umgekommen seien und es kein Spielzeug gab. Daher habe die Großmutter dieses Kartenspiel gebastelt.

Zum Abschluss bedankte sich der Klassensprecher für die interessante Führung. Nach einem Eintrag ins Gästebuch in verschiedenen Sprachen machten wir uns auf den Rückweg. In der Stadt gab es für die fleißigen Wanderer nach 12,8 km noch eine Kugel Eis oder eine Brezel.

(Uschi Delißen, Klassenlehrerein der BIK-VA)

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